Kirchblick Juni - August 2012

Liebe Leserinnen und Leser,
27 Konfirmierte blicken uns mit einem Lächeln auf dem Konfirmationsfoto an. Festlich mit Anzug und Kleid begehen sie diesen Tag. Einfach schön, der Anblick der jungen Menschen. Am Ende der Konfirmandenzeit stellt sich natürlich die Frage: Was bleibt von den 63 Unterrichtstunden, den Gottesdienstbesuchen, den Freizeiten, vom Konfirmationstag? Es bleiben natürlich erstmal die Erinnerungen an das Miteinander in der Gruppe und mit uns als Gemeinde. Besonders eindrücklich sind die Freizeiten und die Glückwünsche mit den Geschenken zur Konfirmation. Erinnerungen verblassen aber mit der Zeit. Sie werden von den aktuellen Freuden und Sorgen überlagert. Gibt es etwas, das uns durch die Höhen und Tiefen unseres Lebens trägt? Als Jesus sich von seinen Freunden am Himmelfahrtstag verabschiedete, segnete er sie. Der Segen Jesu ist für die Jünger das Bleibende, das sie freudig mitnehmen.
Segen bedeutet: Wir gehören einer unsichtbaren Macht und Kraftquelle an, die es gut mit uns meint. Der Segen sagt zu uns: Du fiihlt dich oft allein, du bist aber nicht allein gelassen von deinem Gott. Der Segen stellt uns in die Gemeinschaft mit dem, der Himmel und Erde geschaffen hat und noch erhält. Der Segen kann mit einem Gruß verglichen werden. Bevor wir einander nicht begrüßt haben, leben wir im Gefühl, da fehlt doch noch etwas. Wenn der Gruß ausgesprochen ist, stellt sich das Gefühl ein, hier meint es einer gut mit mir. Er hat das Wort sogar mit einem Handschlag oder gar einer Umarmung bestätigt. Der Segen ist der Gruß Gottes an uns. Einmal ausgesprochen stellt uns der Segen in eine Liebe, die uns bejaht, selbst wenn wir uns nicht bejahen können, in eine Liebe, die Schuld vergibt, in eine Liebe, die kein Ende hat. Ein Wort ausgesprochen lässt sich nicht zurück nehmen. Der Segen Gottes einmal ausgesprochen lässt sich nicht zurücknehmen. Er ist das Bleibende im Leben in allen Wechseln unserer Gefühlszustände, in allen unterschiedlichen Lebensstufen. Wenn ich die Gemeinde zum Abschluss im Gottesdienst segne, breite ich die Hände aus und schlage das Kreuz. So wird deutlich: Wir leben durch Christus in einer Macht, die sogar stärker ist als der Tod. Als Jesus seine Jünger am Himmelfahrtstag segnete, wussten sie, wir
haben künftig etwas, womit wir leben und sterben können. Wir sind Gesegnete. Welch große Freude damals und heute.

Der Kirchblick - der Gemeindebrief der Ev.-luth. Kirchengemeinde Asendorf - hier zum herunterladen: Kirchblick

Mit freundlichem Gruß
         Ihr

Pastor Lothar Dreyer